Bevor mit den „eigentlichen“ Bauarbeiten begonnen werden konnte, mussten die Schluchtwände von Arbeitern „überstiegen“ und dabei das lose Gestein abgeräumt werden. Ebenso wurden absturzgefährdete oder direkt auf der Trasse stehende Bäume gerodet und mittels Hubschrauber ausgeflogen. In weiterer Folge wurde mit der Errichtung von Hilfsstegen und Montagebühnen begonnen, von denen aus die wesentlichen Bauarbeiten durchgeführt wurden. Bis zur fertigen Montage der Hilfsstege mussten die Arbeiten immer über eine Seilsicherung von oben bzw. am Seil hängend durchgeführt werden. Mittels Hubschrauber wurden die Stahlteile zu Depots geflogen. Die Verteilung der Elemente und Hilfsstoffe entlang des Steges und die Montage selbst erfolgte manuell. Nach Fertigstellung der Gitterrost-Laufflächen konnte der Hilfssteg wieder abgebaut und der Steg komplettiert werden. Besonders sensible bzw. gegenüber Steinschlag exponierte Stegbereiche wurden mit einer Stahldrahtvernetzung der Felswände gesichert.
Die Brücken für die Schluchtquerungen wurden mittels Hubschrauber in einem Stück auf die vorbereiteten Widerlager eingeflogen. Um Fluggewicht zu sparen, wurden diese aus Aluminium konstruiert.
Auftraggeber:
Gemeinde Leutasch mit Seefeld, Reith, Scharnitz und Mittenwald
Objekt:
Erlebnispfad Leutaschklamm
Planungsleistungen:
Detailplanung, Ausschreibung, Planungskoordination, Oberleitung, Örtliche Bauaufsicht, Baustellenkoordination, Prüfstatik
Ausführung:
August 2003 bis August 2005
Beschreibung:
Umfang der errichteten Anlagen:
Fußwege: rd. 1.260 lfm
Höllbrücke: Spannweite rd. 24 m/17 m über Grund
Hangbrücken auf Konsolenkonstruktion: rd. 425 lfm, rd. 15 m über Grund im Bereich bis zur Höllbrücke.
Panoramabrücke (einseitig abgespannte Brücke):
Spannweite von rd. 27 m, rd. 44 m über Grund
Hangbrücken auf Konsolenkonstruktion: rd. 450 lfm, max. Höhe rd. 60 m über Grund im Bereich zwischen Höllbrücke und Panoramabrücke einschließlich Zustiege.
Herstellungskosten:
rd. 1,4 Mio EUR
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